20.07.2020
Verzögerter Saisonauftakt in der AWO Touristenstation

Lübbenau/Spreewald. In der AWO „Touristenstation“ in Lübbenau/Spreewald finden derzeit Ferienlager und kleinere Gruppenreisen statt. Der Auftakt in die Saison konnte nun unter Einhaltung der geltenden Regelungen mit Verzögerungen starten.

Anfang März bereitete sich das Team um Einrichtungsleiter Sebastian Liedtke der AWO Kinder-, Jugend- und Familienbegegnungsstätte „Touristenstation“ gerade auf die bevorstehende Saison vor: „Ein Saisoneröffnungsfest war bereits für Ende März geplant und wir steckten bis über beide Ohren in den Vorbereitungen für die Osterferienlager und die darauffolgenden Klassenfahrten, als sich plötzlich andeutete, dass diese Saison einen ganz anderen Weg nehmen könnte, als vorgestellt.“, so Liedtke.

Die Meldungen über die Verbreitung des neuartigen Corana-Virus schwappten durch das Land und verunsicherten sowohl das Team, als auch die angekündigten Gäste. Das Telefon klingelte immer häufiger, denn besorgte Lehrkräfte bangten um Ihre Klassenfahrten und erhofften sich Antworten. Am 17. war es dann traurige Gewissheit: durch die von der Landesregierung verabschiedete Eindämmungsverordnung wurde der Weiterbetrieb der Jugendherberge vorerst vollständig untersagt. Nach intensiven Gesprächen zwischen der Geschäftsführung und dem Mitarbeiterteam wurde sich darauf verständigt, den zuvor erleichterten Zugang zur Kurzarbeit-Regelung wahrzunehmen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle für das Verständnis und Mitwirken aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam die Situation und die vorrübergehende Kurzarbeit meisterten.

Sowohl den gesamten April, als auch Mai konnten neben kleineren Arbeiten im Objekt und Gelände, welche erst umfangreich erneuert wurde, keine weiteren Arbeiten ausgeführt werden und es blieb lediglich das Warten auf eine Verbesserung der Situation. Ab dem 25. Mai wurde in vorsichtigen Schritten das Übernachtungsverbot gelockert und vereinbart, vorerst mit zwei Mitarbeitenden, ab Anfang Juni wieder behutsam Gäste aufzunehmen. Zuvor wurde ein Hygienekonzept erstellt, umgesetzt und dann durfte es los gehen.

Aufgrund der weiterhin niedrigen Infektionszahlen konnten die Gästezahlen über den Juni weiter gesteigert werden. Da den Schulen sämtliche Fahrten untersagt wurden, hatten wir in dieser Zeit viele Anfragen von Individualreisenden und einzelnen Familien. Die weitläufigen Räume und das großzügige Gelände der AWO „Touristenstation“ erleichterten die Umsetzung und Einhaltung der vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln, so dass kurzfristig auf die Anfragen reagiert werden konnte.

Im Lauf des Junis wurde ebenfalls bekanntgegeben, dass die geplanten Sommerferienlager stattfinden dürfen und Schulkinder in deren Rahmen von den Abstandsregeln ausgenommen werden. So konnten auch die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Anfang Juli wieder beschäftigt werden. Mit den Verantwortlichen der Ferienlager wurde sich darauf verständigt, die Gruppenreisen nur mit zwei Dritteln auszulasten, um die vorgegebenen Rahmenbedingungen einzuhalten. „Bis Ende August sind nun erholungsuchende Schulkinder zu Gast und es tut so gut, nach so einer trübsinnigen Zeit wieder Kinderlachen bei uns zu vernehmen.“ fasst Sebastian Liedtke zusammen. Derzeit ist fast wieder der „Normalmodus“ möglich und gemeinsam mit den Gästen, deren Fahrten vollständig ausfallen mussten, wird versucht, neue Termine im Herbst oder im nächsten Jahr zu finden.

Text: Sebastian Liedtke/Jacqueline Weber/AWO